Corona-Krise: Erweiterte Prämie für Azubis

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Das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" dient dem Schutz des Ausbildungsmarktes in der Corona-Krise. Eine Förderung setzt voraus, dass das Ausbildungsniveau im Jahr 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringert wurde. Antragsberechtigt sind KMU mit bis zu 249 Beschäftigten, die durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind.

Kleine und mittlere Unternehmen können bereits seit Juni bzw. November eine Ausbildungsprämie, Ausbildungsprämie plus und Übernahmeprämie erhalten. Die Bundesregierung hat nun die Fördermöglichkeiten nochmal erweitert. Die Voraussetzungen für Betriebe wurden erleichtert und Übernahmeprämien und Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung bis Mitte 2021 verlängert. Die Änderungen sind am 11. Dezember 2020 in Kraft getreten.

Die entsprechenden Antragsunterlagen stehen auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. Betriebe können die Förderung auch rückwirkend zu den verbesserten Konditionen beantragen.

Gefördert wird bei Vorliegen der Voraussetzungen durch einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag.

Die Auszahlung erfolgt jeweils nach Ende der vertraglich vereinbarten Probezeit der Auszubildenden, die laut Berufsbildungsgesetz einen Monat beträgt und auf bis zu vier Monate verlängert werden kann.

Neu: Künftig können Betriebe unabhängig von der Größe mit der Übernahmeprämie gefördert werden, wenn der Betrieb einen Auszubildenden übernimmt, der seine Ausbildungsstelle wegen einer pandemiebedingten Insolvenz verloren hat. Bisher war dies nur möglich, wenn beide Betriebe maximal 249 Mitarbeiter haben.

Die Übernahmeprämie für Insolvenz-Azubis wird ebenfalls bis Ende Juni 2021 verlängert.

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