Baugewerbe hofft auf mehr Investitionen

©Laura Buron/Unsplash

„Die Daten des statistischen Landesamtes spiegeln die Ergebnisse unserer aktuellen Umfragen wider. Die Umsätze im Baugewerbe sind zurückgegangen“, erklärt Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau. „Die Situation in der Pandemie ist derzeit unsicher. Nur wenige Unternehmen wagen einen Blick über die nächsten drei Monate hinaus. Vorsichtigen Optimismus gibt es in Berlin nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Mietendeckel, dass zurückgestellte Investitionen nun getätigt werden.“

Grund für den Umsatzrückgang ist außerdem die Finanzlage von Land und Bezirken. „In Folge der Corona-Krise brechen Steuer- und andere Einnahmen stark ein. Darüber hinaus müssen erhebliche Haushaltsmittel in Förderprogramme für notleidende Branchen eingesetzt werden, was die Finanzkraft zusätzlich schmälert.“, sagt Manja Schreiner. „Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter in Planungs-, Vergabe- oder Genehmigungsbehörden nur eingeschränkt arbeitsfähig sind.“

Ein weiteres Problem ist die derzeit nicht vorhersehbare Situation auf den Rohstoffmärkten. „Auch die in den letzten Wochen rasant gestiegenen Preise für Baustoffe könnten zu einem Investitionshemmnis für viele Bauherren werden,“ warnt die Chefin der Fachgemeinschaft Bau. Seit Jahresbeginn sind unter anderem die Preise für Holz, Baustahl aber auch Dämmstoffe weit über das sonst übliche Maß hinausgestiegen. Sie liegen nun zwischen 25 und 40 Prozent über den Vorjahrespreisen.

 

Quelle: Pressemitteilung FG Bau Berlin und Brandenburg e.V.

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Sie betreut rund 900 Betriebe und ist damit der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Weitere Informationen unter www.fg-bau.de.

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