Ausbildung zum Ausbilder nach AEVO

©Jeswin Thomas P./Unsplash

Qualifizierter Nachwuchs sichert gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und durch die Veränderung der Bevölkerungsentwicklung Vorteile gegenüber Konkurrenzunternehmen. Qualifizierte Ausbilder*innen sind für Betriebe deshalb unerlässlich.

Im Handwerk absolviert man den Ausbilderschein üblicherweise in einem Teil der Meisterausbildung (Vorbereitungskurse Teil 4). In diesem gehört dazu, sich auch berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse anzueignen.

Alternativ hat der Gesetzgeber eine „Ausbildung zum Ausbilder“ geschaffen. Die Lehrgänge, in denen man sich auf die Ausbildungseignungsprüfung vorbereitet, finden als Präsenzveranstaltung aber auch in Fernlerngängen oder Online-Kursen statt. Hier werden Wissen und pädagogische Fähigkeiten vermittelt, die in einer anschließenden Prüfung abgefragt werden. Die Prüfung ist zweigeteilt und besteht aus einem schriftlichen und praktischen Teil, in denen der Prüfling mindestens 50 Prozent der Punkte erreicht haben muss. Die Kurse dauern, je nach Lehrgangsform, bis zu elf Monate. Je nach Anbieter (HWK, IHK oder Dekra) und Dauer belaufen sich die Kosten auf 300 Euro bis 900 Euro. Die Prüfung kann zweimal wiederholt werden.

Größere Betriebe benötigen oftmals mehrere Ausbilder, weshalb auch angestellte Mitarbeiter eines Unternehmens diese Weiterbildung besuchen können.

Vorbereitung auf die Ausbildungslehrgänge / Ausbildereignungsprüfung (AEVO)

Die Entscheidung über die Zuerkennung der Ausbildereignung trifft die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit, und Soziales in Abstimmung mit der Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK Berlin). Kontaktieren Sie vorab den zuständigen Ausbildungsberater der IHK Berlin, der den Ausbildungsberuf betreut und lassen Sie sich vorab ihre fachliche Eignung bestätigen.

Wenn Sie beabsichtigen, in einem Ausbildungsberuf auszubilden, der dem Handwerk zuzuordnen ist, wenden Sie sich bitte direkt an die Handwerkskammer Berlin.

Wie geht es nach der Antragstellung weiter?

Ihr Antrag wird geprüft. Da neben der fachlichen Ausbildereignung auch die persönliche Eignung zur Ausbildung vorliegen muss, werden Auskünfte aus dem Bundeszentralregister und dem Gewerbezentralregister eingeholt.

Wenn alle Auskünfte vorliegen und die Voraussetzungen zur Zuerkennung der Ausbildereignung erfüllt sind, erhalten Sie hierüber eine Nachricht. Zusammen mit dieser Nachricht wird die Höhe der zu entrichtenden Verwaltungsgebühr bekanntgegeben (zurzeit 85,00 €). Sobald dieser Betrag eingegangen ist, wird der Zuerkennungsbescheid erteilt, der dann zur Ausbildung berechtig

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