Sicherstellung der Ersten Hilfe durch Betriebe

Wenn Menschen, sei es durch einen Unfall, einer Vergiftung oder auch durch die Folgen einer Erkrankung Hilfe brauchen, müssen geeignete Vorkehrungen getroffen sein, damit die Rettungskette funktionieren kann. Gesetzlich vorgeschrieben ist es, dass Betriebe bereits ab zwei anwesenden Versicherten einen betrieblichen Ersthelfer benötigen. Er ist also Pflicht. Setzen sich die Unternehmen über das Gesetz zur Bestellung der Ersthelfer hinweg, müssen sie mit Sanktionen rechnen.

Um die Unfallgefahr am Arbeitsplatz möglichst gering zu halten, sind die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und ihre Träger im Rahmen der Arbeitsplatzsicherheit unter anderem durch § 23 Absatz 2 des Siebten Sozialgesetzbuchs (SGB VII) für die Aus- und Fortbildung betrieblicher Ersthelfer zuständig.

Verschiedene Kurse und Lehrgänge zum betrieblichen Ersthelfe, die Grundlagen vermitteln oder vorhandene Kenntnisse auffrischen. bietet u.a. ihre DRK, oder ihre Johanniter vor Ort an.

Themen und Anwendungen in einem Überblick:

•             Eigenschutz und Absichern von Unfällen

•             Helfen bei Unfällen

•             Wundversorgung

•             Umgang mit Gelenkverletzungen und Knochenbrüchen

•             Verbrennungen, Hitze-/Kälteschäden

•             Verätzungen

•             Vergiftungen

•             lebensrettende Sofortmaßnahmen wie stabile Seitenlage und Wiederbelebung

•             zahlreiche praktische Übungsmöglichkeiten

 

Die gesetzlichen Unfallversicherungsträger übernehmen i.d.R. die Kosten.

Der Unternehmer ist ebenso verpflichtet, Plakate zur Ersten Hilfe aufzuhängen. Darauf ist die Notfallnummer, der Ort an dem das Erste-Hilfe-Material aufbewahrt wird, die Lage des Erste-Hilfe-Raums sowie der Name des Ersthelfers oder Betriebssanitäters angegeben. Auch der nächstgelegene Arzt und das zuständige Krankenhaus werden darauf vermerkt. Ein solches Plakat hilft auch dem Ersthelfer, in einer Notsituation ruhig zu bleiben und an alles Wichtige zu denken.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) empfiehlt, spätestens alle zwei Jahre erneut einen Kurs zu besuchen.

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