Gedenkveranstaltung der SHK-Innung

Stolperstein von Ludwig Sabat
Stolperstein von Ludwig Sabat am Eichborndamm, Foto: SHK-Innung Berlin

Die Innung Sanitär Heizung Klempner Klima feiert in diesem Jahr ihr 400. Jubiläum. Im Sommer gab es dazu einen Festakt sowie eine Festschrift. Beendet wird das Jubiläumsjahr mit einer Gedenkfeier zu Ehren des ehemaligen jüdischen Innungsmitglieds Ludwig Sabat. Die Innung sowie die AG Stolpersteine Reinickendorf laden am 16. November um 16 Uhr zum Gedenken. Am Eichborndamm 84 in Berlin-Reinickendorf wird es Ansprachen geben, stellvertretend für alle ehemaligen jüdischen Mitglieder, die mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 systematisch aus der Handwerksrolle gelöscht und aus der Innung entlassen wurden.

Zunächst verliest die AG Stolpersteine Reinickendorf die Biographie von Ludwig Sabat. Im Anschluss hält der Geschäftsführer der Innung, Dr. Klaus Rinkenburger, eine kurze Ansprache. Danach wird Frank Balzer, Bezirksbürgermeister von Reinickendorf sprechen. Zum Abschluss des Gedenkens wird der Stolperstein gesäubert. Nach dem Gedenken am Stolperstein wird zu einem Umtrunk in die Räumlichkeiten des Innungsmitglieds Firma Theodor Bergmann, Eichborndamm 93 eingeladen. 

Im Rahmen ihrer 400-Jahrfeier hat sich die Innung SHK Berlin intensiv mit ihrer Geschichte und aktuellem Selbstverständnis auseinander gesetzt, auch mit ihrer Rolle während des Nationalsozialismus. Unmittelbar nach der Machtübernahme Hitlers im Januar 1933 begann schon die Gleichschaltung aller handwerklichen Organisationen. Bereits im April des gleichen Jahres trat der bürgerliche Vorstand der alten Klempner-Innung komplett zurück. Bis 1945 bekleideten ausschließlich Parteimitglieder die Vorstandspositionen. Parallel dazu erfolgte der Ausschluss der jüdischen Innungsmitglieder. Am 1. Januar 1939 waren schließlich auch die letzten 60 jüdischen Klempner-Betriebe aus der Handwerksrolle gelöscht und aus der Innung entlassen worden. 

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