Überbrückungshilfe verlängert

©Lena Balk/Unsplash

Am 30.09.2020 endet die Antragstellung für die bisherige Überbrückungshilfe mit dem Leistungszeitraum Juni bis August 2020. Ende August wurde bekannt, dass die Überbrückungshilfe bis Ende des Jahres fortgeführt werden soll. Nun wurden Mitte September die Details zur Überbrückungshilfe II (Leistungszeitraum September bis Dezember 2020) bekannt.

Bisher waren Betriebe antragsberechtigt, die einen Umsatzeinbruch von 60 % in den Monaten April und Mai 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nachweisen konnten. So sind sie es nun, wenn sie in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt der Monate April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum hatten.

Die KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro werden ersatzlos gestrichen.

Künftig erstattet werden 90 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch (bisher 80 % der Fixkosten), 60 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 % (bisher 50 % der Fixkosten) sowie 40 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 % (bisher bei mehr als 40 % Umsatzeinbruch).

Die Personalkostenpauschale von förderfähigen Kosten wird auf 20 % (bisher 10%) erhöht.

Nachzahlungen und Rückforderungen bei der Schlussrechnung sollen zukünftig möglich sein.

Wie bereits das laufende wird auch das neue Programm in einem vollständig digitalisierten Verfahren beantragt und bearbeitet werden können. Die Antragstellung erfolgt auch im neuen Verfahren über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt), der möglichst das Unternehmen bereits gut kennt. Dank dieser Vorprüfung können die Anträge zügig bearbeitet und die Hilfen schnell ausgezahlt werden. Die Antragsbearbeitung und die Auszahlung erfolgen wiederum über die Bewilligungsstellen der Bundesländer.

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