Offene Backstuben in Berlin und Brandenburg

Bäcker erklärt Besuchern den Backprozess
Sehen, wo und wie Brot hergestellt wird: die Woche der offenen Backstuben 2019, Foto: Barbara Heinze

Einmal im Jahr steht eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel im Zentrum der Aufmerksamkeit: Am 7. Mai 2019 feiert der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.  deutschlandweit den Tag des Brots. Im Jahr 2017 wurden laut Deutschem Brotinstitut e.V. 1.747.000 Tonnen Brot in Deutschland verkauft. Der damit erwirtschaftete Umsatz betrug 4,4 Milliarden Euro. Sowohl die Brotmenge als auch der Umsatz sind dabei gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Seit 2014 ist deutsches Brot sogar immaterielles Kulturerbe der UNESCO.

Handwerklich hergestelltes Brot überzeugt

Die Bio-Bäckereien aus Berlin und Brandenburg nehmen den Tag zum Anlass für die Woche der offenen Backstuben. Die Aktionswoche findet bereits zum sechsten Mal statt. Mit der Veranstatung setzen die Bäckereien ein Zeichen für Handwerk, Regionalität und Transparenz in der Herstellung ihrer Brote und Backwaren. Gleichzeitig wollen sie für die Berufe Bäcker/in, Konditor/in und Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk werben. Die Bäckereien laden ein zu Mühlen- und Backstubenführungen, Backkursen für Erwachsene und Kindern und einem Abschlussfest. Insgesamt werden 35 Veranstaltungen in 13 Handwerksbetrieben geboten. Das Programm findet sich auf der Webseite des Zusammenschlusses.

Yvonne Neumann, Bäckerin und Geschäftsführerin der Bäckerei Weichardt-Brot in Wilmersdorf, erklärt zur gemeinsamen Veranstaltung: "Als Gemeinschaft stehen wir für Bio, Regionalität und Liebe zum Handwerk. In der schnelllebigen Zeit von heute ist es uns wichtig, den Menschen das Bewusstsein für qualitativ hochwertige und nachhaltig produzierte Lebensmittel nahezubringen. Die Woche der offenen Backstuben bietet allen Interessierten die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen und jeden Betrieb in seiner Einzigartigkeit kennenzulernen."

Anteil an Vollkorn- und Biobroten am Gesamtverzehr

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen gute Rohstoffe und handwerklich hergestelltes Brot. Der Anteil an Vollkornbroten vom gesamten Brotverbrauch in Deutschland beträgt 17,2 Prozent. Im Land Brandenburg sind es 21,7 Prozent und in
Berlin ganze 25 Prozent des gesamten Berliner Brotkonsums. Der Bio-Anteil des gesamten Brotumsatzes 2018 in Deutschland lag nach Angaben des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. bei gut 4 Prozent.

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