Friseur-Inhaber benötigen nach wie vor Ausdauer

©Jake Weirick / Unsplash

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie mussten u.a. Friseursalons in Deutschland Ende März 2020 schließen. Mehr als 80.000 Betriebe waren davon betroffen. Es fing mit einem Lockdown an und endete sechs Wochen später im Mai mit der Wiedereröffnung der Läden unter strengen Auflagen.  Die Resonanz war sehr positiv. Wenn es einen Beweis gebraucht hätte, wie wichtig die Dienstleistung eines Friseurs ist, dann war das die Begeisterung und das Hochgefühl, als die Friseurgeschäfte wieder öffnen durften.

Der angenehme Aufenthalt ist zwar weiterhin eingeschränkt, aber dennoch achtet der überwiegende Teil der Friseurmitarbeiter auf die konsequente Einhaltung aller vorgeschriebenen Hygiene- und Arbeitsschutzstandards und Verhaltensregeln.

Wegen der Abstandsregeln können nur wenige Kunden versorgt werden, auch die Arbeitsteilung unter Kollegen ist nicht mehr möglich. Die Teams versuchen mit dem Einsatz von Masken, Einmalumhängen und Desinfektionsmitteln alles, um Infektionen zu verhindern. Viele Salons haben daher ihre Preise erhöht, einige um zwei, andere sogar bis zu fünf Euro pro Haarschnitt.

"Die Umsätze sind schlechter geworden. Einige Kunden sind ängstlich und die Abstandsregelung schreckt zusätzlich ab.  Unlautere Konkurrenz durch Betriebe, die sich nicht an die Vorgaben halten, erschwert es den ordentlichen Betrieben", berichtet Markus Feix, Geschäftsführer der Friseur-Innung Berlin.

Die momentanen Umstände in der Branche machen sich auch auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar. Waren es vor Corona die niedrigen Löhne, die den Ruf zu schaffen machten, ist es heute die Unsicherheit bezüglich der Hygienemaßnahmen und der Wirtschaftslage.

Da die Förderung der betrieblichen Ausbildung mehr als notwendig ist, gewährt das Land Berlin seit Anfang August 2020 Zuschüsse an ausbildende Unternehmen, um die Anzahl betrieblicher Ausbildungsplätze zu erhöhen und deren Qualität zu verbessern. So werden Unternehmen und Betriebe gefördert, die im Rahmen der Verbundausbildung ausbilden oder mit Jugendlichen aus bestimmten Zielgruppen einen Ausbildungsvertrag abschließen.

Wir können nur hoffen, dass es trotz steigender Zahlen von Neuinfektionen zu keinem zweiten Shutdown oder zu lokalen Schließungen kommt.

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